Case Study

Dialog: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde - Flüchtlinge, Zusammenleben und Umgang mit Fremdheit

Aufgabenstellung:
Konzeption, Durchführung und Moderation einer Dialogveranstaltung

Veranstalter:
Learning by Living

Zeitraum:
2016

 

Kurzbeschreibung:

Der Umgang mit Fremdheit stellt nicht nur eine Herausforderung für Flüchtlinge, die in ein für sie fremdes Land kommen, sondern auch für die Eingesessenen dar. Bei aller Willkommenskultur und allem Engagement für die ankommenden Flüchtlinge sind auch sie nicht frei von Ängsten, Zweifeln und Fragen: Wie sollen wir mit fremden Kulturen umgehen? Wie kann die Integration der Flüchtlinge aus ganz unterschiedlichen Herkunftskulturen gelingen? Gibt es Grenzen der der Offenheit? Wie sieht ein angemessener Umgang mit Fremdheit für jeden Einzelnen aus? Inwiefern müssen auch wir uns verändern, damit Menschen, die nach Deutschland flüchten, sich integrieren können? Bedarf es eines positiven Leitbildes, an dem sich alle orientieren können oder sollen? Ohne eine offene Auseinandersetzung über diese Fragen können die Herausforderungen der Einwanderung und Integration von Flüchtlingen nicht gemeistert werden.

„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, meinte der weise Karl Valentin. In diesem Sinne muss es darum gehen, Fremdheit zu überwinden, damit wir alle – neu Dazukommende und bereits hier Lebende – uns nicht fremd fühlen. Dies kann am besten mit einer Verständigung über unsere Werte, Hoffnungen, Ängste und Zweifel geschehen. Erst vor diesem Hintergrund können wir die Chancen und Möglichkeiten der Einwanderung angemessen einschätzen und nach Wegen für eine positive Zukunft für alle suchen.

Für unser Projekt „Learning by Living“ wurde hierzu von uns ein Dialog-Forum auf Basis der Methode von David Bohm durchgeführt. Im Dialog wird es möglich, individuelle und kollektive Ideen, Überzeugungen, Hoffnungen und Ängste zu erkunden und neue Perspektiven zu erschließen. Der Dialog ist ergebnisoffen und hierarchiefrei. In Abgrenzung zur Diskussion gibt es in ihm keine richtigen oder falschen Meinungen. Die Teilnehmer überzeugen einander nicht, sondern teilen ihr Denken. Die Essenz des Dialoges ist Lernen – nicht als Resultat der Aufnahme von Informationen oder Theorien, sondern als Teil eines fortwährenden Prozesses von kreativem Miteinander.

In dem Dialog trafen unterschiedliche Erfahrungswelten der Teilnehmer aufeinander. Thematisiert wurden unterschiedliche Umgangsweisen mit dem Thema Fremdheit und Flüchtlinge und persönliche Befürchtungen, aber auch Hoffnungen. Gleichwohl konnten neue Sichtweisen entwickelt und Gemeinsamkeiten erkannt werden. Alles in allem ermöglichte der Dialog den Teilnehmern, das eigene Denken zu ordnen und mehr Klarheit bezüglich der eigenen Haltung zu finden.

Redestein
Dialogregeln

 

Aufgaben und Ziele:

  • Förderung einer offenen Auseinandersetzung zu den Herausforderungen der Einwanderung und Integration von Flüchtlingen

  • Entwicklung eines Veranstaltungskonzeptes für ein Dialogformat
  • Organisatorische Vorbereitung und Durchführung einer Dialogveranstaltung

 

Leistungen von Luna Park 64:

Konzeption der Veranstaltung

  • Entwicklung des Veranstaltungsthemas
  • Adaption der Dialog-Methode

 

Planung, Organisation und Durchführung

  • Planung und Organisation der Räumlichkeiten, der Ausrüstung und des Catering
  • Teilnehmerbetreuung: Anmeldeverwaltung, Teilnehmerverwaltung
  • Moderation / Dialogbegleitung

 

Kommunikation und Marketing

  • Bewerbung der Veranstaltung
  • Social Media-Marketing
  • Dokumentation

 

 

 

© Fotos: Sandra Trauner